OpenBib - Das OpenSource Recherche-Portal


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Features

Um einen schnellen Überblick von den Fähigkeiten und Möglichkeiten des OpenBib Recherche-Portals in der Version 2.0 und höher zu bekommen sowie eine Entscheidungshilfe für einen möglichen Einsatz zu geben, werden an dieser Stelle die generellen Features des Portals aufgeführt.

OpenBib ist OpenSource

Bei dem OpenBib Recherche-Portal handelt es sich um OpenSource-Software. Damit ist eine maximale Freiheit bei der Anpassung an die individuellen Anforderungen gewährleistet. Darüber hinaus ist die Eintrittsschwelle in die Änderung oder Erweiterung des Portals durch die Verwendung des DBMS Mysql (Model), des Template Toolkits (View), der Programmiersprache Perl (Controller) sowie von GNU gettext (I18N/L10N) äußerst niedrig. Schließlich fallen selbstverständlich keine (Lizenz-)Kosten an.

OpenBib basiert auf Standardkomponenten und bibliothekarischen Standards

OpenBib verwendet durchgängig Standardkomponenten. Es sind dies

Apache Webserver mit mod_perl Durch die Verwendung des meistgenutzten OpenSource Webservers der Welt mit mod_perl ist OpenBib als Webanwendung direkt in den Webserver integriert. Damit wird eine schnellstmögliche Reaktionszeit für die Webanwendung erreicht.

MySQL DBMS MySQL ist eines der meist genutzten OpenSource Datenbanksysteme. Durch die Verwendung der in MySQL integrierten Volltextsuche ist eine sehr schnelle Indizierung und Recherche möglich.

Perl Die Programmiersprache Perl zeichnet sich durch eine weite Verbreitung und eine niedrige Eingangsschwelle aus (Motto: There's more than one way to do it).

Perl Template Toolkit Durch das Perl Template Toolkit wird die gesamte Darstellung im Recherche-Portal realisiert. Durch seine Einfachheit aber auch seiner Mächtigkeit kann durch die Abspaltung der Ansichts-Komponente an Webdesigner oder Nicht-Programmierer sehr gut eine Arbeitsteilung erreicht werden. Im Vergleich zu XSLT ist die Learning Curve des Template Toolkits sehr flach, so daß z.B. eine Auslagerung an einen Bibliothekar problemlos möglich ist.

CSS Für die Darstellung werden in den Templates vielfältige CSS-Klassen verwendet, die zentral angepasst werden können.

GNU gettext Für die Anpassung des Portals an andere Sprachen hat sich in vielen Projekten (z.B. bei KDE mit mehr als 40 Sprachversionen) GNU gettext mit seinen Werkzeugen bewährt. Während andere Systeme z.B. numerische Message-Idendifier verwenden und dadurch etwaig verwendete Templates unlesbar machen, wird bei GNU gettext die jeweilige Meldung in einer Basissprache - bei OpenBib ist dies Deutsch - mit einem Methodenaufruf gekapselt (inkl. weiterer möglicher Parameter), so daß die Templates durchschaubar bleiben.

SOAP Für die Kommunikation mit externen Systemen wird das Standard-Protokoll SOAP verwendet.

RSS Über RSS-Feeds können verschiedene Informationen für das Gesamtportal bzw. View-basierte Unter-Portale angeboten werden.

UTF-8 Die Darstellung und interne Verarbeitung der Daten geschieht im Encoding UTF-8. Damit sind auch Datenbestände, die nicht auf ISO-8859-1 basieren, vollständig integrierbar.

log4Perl Durch die Verwendung des Logging-Frameworks log4Perl (Perl-Pendant zum bekannten log4j aus der Java-Welt) kann zu jeder Zeit an jeder Stelle des Portals ein Debugging erfolgen bzw. die genaue Abarbeitung verfolgt werden.

Xapian Mit der Verwendung von Suchmaschinen-Technologie aus dem OpenSource Projekt Xapian (http://www.xapian.org/) kann alternativ zur herkömmlichen Suche via SQL weitere Funktionalität, wie z.B. Drill-Downs für große Treffermengen realisiert werden.

Z39.50 Über das Z39.50-Protokoll können entfernte Kataloge abgefragt werden (derzeit experimentell)

Das Datenmodell und das zugrundeliegende Meta-Datenformat basieren auf dem bibliothekarischen Standard MAB2. Darüber hinaus ist seit der Ur-Version des Recherche-Portals im Jahr 1997 sehr viel bibliothekarisches Know-How in die Entwicklung mit eingeflossen.

OpenBib ist über verschiedene Views bzw. Sichten individualisierbar

Mit OpenBib können über das Merkmal 'View' bzw. 'Sicht' ausgehend von einer zentralen Installation mit geringstem Aufwand individuell gestaltete andere Portale erstellt werden. Hierzu wird ein einfacher Mechanismus kaskadierender Templates und Stylesheets verwendet. Dieser Mechanismus funktioniert sowohl view- wie auch datenbankabhängig.

Wird fuer eine Datenbank oder einen View ein anderer Aufbau eines Templates gewünscht, so reicht es, ein entsprechendes Unterverzeichnis anzulegen, das zugehörige Standard-Template in das Unterverzeichnis zu kopieren und dort zu verändern. Damit müssen nur die Templates kopiert werden, die effektiv auch anzupassen sind. Dies gewährleistet eine sehr gute Übersicht der getätigten Änderungen zu verschiedenen Sichten und Datenbanken im Gegensatz zu dem häufig verwendeten Ansatz in anderen Portalen grundsätzlich alle Templates zu kopieren.

Neben den Templates werden ebenfalls die Stylesheets über diesen Mechanismus individualisierbar gemacht.

Über den Mechanismus kaskadierender Templates hinaus können datenbankabhängige (internationalisierbare bzw. lokalisierbare) Bezeichner für einzelne Kategorien definiert werden. Damit lassen sich einzelne Kategorien unter Beibehaltung ihres Datenbankbezeichners für spezielle thematische Datenbanken (siehe unten z.B. Digitale Einbandsammlung) 'umetikettieren' - und dies mehrsprachig.

Konkrete Beispiele sind

  • Das KUG Recherche-Portal (http://kug.ub.uni-koeln.de/)
  • Die Digitale Einbandsammlung der USB Köln (http://einbandsammlung.ub.uni-koeln.de/)
  • Die Virtuelle Bibliothek Elise und Helene Richter (http://richterbibliothek.ub.uni-koeln.de/)
  • Die Virtuelle Bibliothek Historische Bestände im Rheinland (http://rheinlandbib.ub.uni-koeln.de)
Virtuelle Bibliothek Elise u. Helene Richter
Zoom (287KB)

Portal für die Virtuelle Bibliothek Elise und Helene Richter

Virtuelle Bibliothek Historische Bestände im Rheinland
Zoom (251KB)

Portal der Virtuellen Bibliothek Historische Bestände im Rheinland

Digitale Einbandsammlung der USB Köln
Zoom (124KB)

Portal der Digitalen Einbandsammlung der USB Köln

OpenBib ist modular aufgebaut

OpenBib ist in seiner derzeitigen Version sehr modular konzipiert worden. Dies zeigt sich zu allererst in der Verwendung des MVC-Design-Patterns (Trennung von Modell, View, Controller) sowie der Auslagerung aller verwendeten Texte in internationalisierbare bzw. lokalisierbare GNU gettext Message-Kataloge.

Damit können - ganz praktisch gesehen - entsprechende Arbeiten wie das visuelle Design des Portals (Templates, Stylesheets) oder die Übersetzung der Texte (GNU gettext) an verschiedene - nicht im Programmierumfeld zu suchende - Mitarbeiter ausgelagert werden.

Darüber hinaus können andere Teile modular ausgewechselt werden - wenn dies gewünscht wird. So läßt sich u.a. die anfängliche Suche über einen oder alle Kataloge z.B. von der Realisierung über eine MySQL-Volltext-Datenbank auf andere Volltext-Datenbanken oder gar Suchmaschinentechnologie ändern. Das neue Verfahren muß lediglich die 'Einsprünge' in den Bibliographischen Teil der MySQL-Datenbank liefern. Ganz konkret basierten die ersten Versionen in den Jahren 1997-2000 für die anfängliche Suche auf der Volltextdatenbank freeWAIS-sf.

OpenBib integriert Suchmaschinen-Technologie

In OpenBib ist die Suchmaschinen-Technologie des OpenSource Projektes Xapian in Form eines alternativen Recherche-Backends integriert. Mit dieser Technologie können dem Nutzer bei großen Treffermengen sog. Drill-Downs angeboten werden. Drill-Downs bestehen aus den in der Treffermenge meistgenutzten Begriffen, die kategorisiert (Verfasser, Titelbegriff, Schlagworte, Erscheinungsjahr) dargestellt werden und dem Benutzer die Möglichkeit bieten,

  • sich einen generellen Überblick von der Treffermenge zu machen
  • durch Auswahl eines der Begriffe die bisherige Treffermenge weiter zu reduzieren.

Beispiel

Drill-Down Beispiel 1
Zoom (107KB)

Suchverfeinerung über Drill-Down Informationen - hier wurde nach dem Begriff Java recherchiert

Drill-Down Beispiel 2
Zoom (119KB)

Nach der Einschränkung auf den Begriff XML erscheint diese eingegrenzte Treffermenge

Neu OpenBib kann auf entfernte Datenbanken über das Z39.50-Protokoll zugreifen (experimentell)

Die Recherche in Z39.50-Datenbanken ist nun experimentell in OpenBib integriert. Derzeit ist bereits mit der USB Köln ein Beispielkatalog über das Z39.50-Protokoll erfolgreich integriert mit funktionierender Recherche, Trefferlisten- sowie Einzeltrefferanzeige.

Beispiel

Trefferliste einer Z39.50-Recherche
Zoom (167KB)

Trefferliste einer freien Suche nach dem Begriff 'Java' via Z39.50-Protokoll

Einzeltreffer
Zoom (138KB)

Anzeige eines Einzeltreffers via Z39.50-Protokoll

OpenBib ist flexibel im internen Katalog- bzw. Metadaten-Format

Das standardmäßig verwendete Katalog- bzw. Meta-Datenformat basiert auf dem deutschen Bibliotheksstandard MAB2. Dennoch ist die grundsätzliche Datenbankstruktur von OpenBib nicht auf MAB2 statisch festgelegt. Sie ist so universell, daß sich auch andere Datenformate wie z.B. das anglo-amerikanische MARC21 anstelle von MAB2 verarbeiten und in der Datenbank ablegen lassen. Selbstverständlich würde ein solcher Wechsel verschiedene Änderungen - z.B. in den Templates oder der Konfiguration - bedingen, eine Anpassung der Datenbank selbst an ein Format ist jedoch nicht notwendig.

OpenBib bietet viel Flexibilität für den Datenimport

Parametrisierbare Schnittstelle

OpenBib bietet ausgehend vom auf MAB2 basierten Meta-Datenformat eine für jede Datenbank individualisierbare und parametrisierbare Importschnittstelle.

Es kann definiert werden

  • welche Kategorien für die Kurztrefferliste optimierend aufbereitet werden sollen,
  • welche Kategorien in den einzelnen Normdatenbereichen für eine Volltextsuche nutzbar sein sollen,
  • welche Kategorien in den einzelnen Normdatenbereichen für eine String- bzw. Wortanfangs-Suche nutzbar sein sollen,
  • welche Kategorien in den einzelnen Normdatenbereichen für die Anfangsrecherche nutzbar sein sollen sowie
  • welche Kategorien in den einzelnen Normdatenbereichen für grundsätzlich ignoriert (blacklisted) werden sollen.

Kategorieseitig ist die grundsätzliche Strategie alles zu importieren, was nicht geblacklisted ist.

Wie schon bei den Templates und den Stylesheets gibt es auch hier eine Standardkonfiguration, die für alle Datenbanken gilt, für die nicht explizit eine eigene Konfiguration erstellt wurde.

Plugin-Mechanismus für verschiedene Quell-Datenbanktypen

Ausgehend von einer Standardkonvertierung (Sisis-Format) können im Programm für den automatisierten Import an verschiedenen Stellen des Import-Ablaufes datenbankspezifische Plugins eingebracht werden, in die man Spezialanpassungen ausgelagern kann. Grundlegende Phasen, in die man eingreifen kann sind:

Einsammeln der Daten An dieser Stelle können alternative Zugriffsmechanismen - wie z.B. OAI - in externe Plugin-Programme ausgelagert werden.

Vorbereitung der Daten An dieser Stelle können alternative Vorbereitungsaktionen - wie z.B. Teilkatalogbildung - in externe Plugin-Programme zwischengeschaltet werden.

Konvertierung der Daten An dieser Stelle können alternative Konvertierungsroutinen - z.B. in das MAB2 basierte Meta-Datenformat - zwischengeschaltet werden.

Einladen der Daten An dieser Stelle können alternative Behandlungen der Daten zwischengeschaltet werden.

Inkrementelles Live-Update über Open Library WebServices

Zusätzlich zu einem Komplett-Update eines Kataloges können neue bzw. geänderte Datensätzevon einem Target, das über die WebServices OLWS (Open Library WebServices) angesprechbar ist, auch live inkrementell aggregiert und in der zugehörigen OpenBib-Datenbank aktualisiert werden. Damit können gezielt Datensätze aus einem definierten Datumsbereich verarbeitet werden.

OpenBib läßt sich über WebServices an das Lokalsystem koppeln

Über das Teilprojekt Open Library WebServices (OLWS) von OpenBib können verschiedene Informationen aus Lokalsystemen (derzeit nur Sisis SunRise) in das Recherche-Portal eingebunden werden. Es sind dies

  • Authentifizierung an OpenBib anhand der Kennung und OPAC-Pin im jeweiligen Lokalsystem
  • Anzeige der Nutzerdaten (Name, Anschrift, Sperrung, Sperrgrund usw.)
  • Anzeige des Nutzerkontos mit Gebühren, vorgemerkten, bestellten, ausgeliehenen sowie überzogenen Medien
  • Anzeige der Exemplardaten (Signatur, Standort, ausgeliehen usw.). Über diesen Service wird sekundeaktuell der Ausleihstatus zu einem Medium in OpenBib bestimmt.
  • Zugriff auf die Katalogdaten ausgehend von Katalogschlüsseln. Über diesen Service können Datenübernahmen in externe Systeme realisiert werden.

Aufgrund der Offenheit der Schnittstelle muss sie nicht auf ein Lokalsystem beschränkt bleiben, sondern kann auf andere ausgedehnt werden.

OpenBib bietet externe Zugriffsschnittstellen

Für die Recherche von außen werden verschiedenen Zugriffsschnittstellen angeboten. Neben einer HTML-basierten Zugriffsschnittstelle über die die Digitale Bibliothek NRW des hbz sowie das Hochschulmanagement-System UK-Online der Universität zu Köln angebunden sind, wird eine SOAP-basierte Schnittstelle für die WebServices-basierte Anbindung bereitgestellt.

Neben dieser Nutzbarkeit von OpenBib durch andere bestehen weitere Mechanismen, um eine Integration externer Angebote in OpenBib zu realisieren. So können bereits getätigte Suchanfragen z.B. an externe Datenbanken und Portale weitergeleitet werden (Digitale Bibliothek, Fernleihe, Aufsatzbestellung, EZB, DBIS, MedPilot) - im Falle der Digitalen Bibliothek NRW sogar unter Mitnahme einer etwaig in OpenBib erfolgten Authentifizierung.

OpenBib verfügt über eine intelligente Lastverteilung

Beim Aufruf des Portals wird der Nutzer an einen der verfügbaren OpenBib Portal-Server weitergeleitet. Maßgabe für die Weiterleitung ist die generelle Ansprechbarkeit (connect) und Auslastung des Servers (load) sowie seine grundlegende Funktionsfähigkeit (MySQL).

Die für die Lastverteilung verwendeten Server können zentral konfiguriert werden. Damit kann bei Ausfall oder bei Wartungsarbeiten der jeweilige Server aus der Verteilung herausgenommen werden, um in aller Ruhe entsprechende Arbeiten vorzunehmen.

OpenBib realisiert Content- bzw. Catalogue-Enrichment

Über eine zentrale Anreicherungsdatenbank können zusätzliche Inhalte katalogübergreifend in die vorhandenen Katalogdaten eingeblendet werden. Grundlage ist eine vorhandene ISBN/ISSN. Hiermit ist z.B. die Ergebnisanreicherung mit Inhaltsverzeichnissen realisierbar. Die Implementation der Ergebnisanreicherung in OpenBib ist jedoch so allgemein gehalten, daß sie sich auch mit anderen 'Zusatz'-Informationen nutzen lässt. So können beliebige Informationen wie Abstracts, Stichwortverzeichnisse u.ä. dort zentral abgelegt werden und sind für alle Kataloge des OpenBib-Portals nutzbar.

OpenBib bietet Neuzugangslisten als RSS-Feeds

Für jeden Katalog können Neuzugangslisten bereitgestellt werden. Hierzu bietet sich die XML-basierte RSS-Technologie an. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Präsentaton über simple Webseiten bieten RSS-Feeds den Nutzern durch die geschickte Verwaltung über spezialisierte Programme deutlich mehr Nutzungsmöglichkeiten. So können solche Programme sich um die Sichtung der Daten kümmern, schon aufgerufene Titel von den noch nicht aufgerufenen farblich trennen, Informationen archivieren, Data-Mining in Verbindung mit spezialisierter Suchtechnologie einsetzen usw.

Grundlage für die in den RSS-Feeds angezeigten Informationen ist das Neuaufnahmedatum im Katalog. Neben einer allgemeinen Neuzugangsliste (unter der Rubrik RSS in OpenBib) stehen in den einzelnen Titeln auf Wunsch Verfasser/Personen-, Körperschafts/Urheber-, Notations- sowie Schlagwortspezifische Neuzugangslisten als RSS-Feed zur Verfügung. Erkennbar sind sie durch ein orangenes RSS-Icon. Damit können sich Nutzer ausgehend von einem gefundenen Titel z.B. über thematisch verwandte - z.B. im Fall von Notation oder Schlagwort - informieren lassen.

Für einzelne Sichten in OpenBib können einzelne Feeds auf Wunsch sowohl im Kontext einer automatischen Browsererkennung angeboten werden, wie sie z.B. der Browser Firefox ab der Version 1.5 besitzt (dynamisches Lesezeichen), oder in Listenform.

OpenBib bietet eine Recommender-Funktion

Durch statistische Auswertungen des Ausleihverhaltens in einem entsprechenden bibliothekarischen Lokalsystem sowie des Nutzungsverhaltens in OpenBib werden zu einem gegebenen Titel gewichtete nutzer- bzw. sessionspezifische Überschneidungsmengen mit anderen ausgeliehenen/-gewählten Titeln bestimmt. Dadurch bekommt der Nutzer konkrete Titelempfehlungen durch einen Überblick von weiteren Titel, die von anderen Nutzern im Kontext des aktuellen Titels für interessant befunden wurden.

OpenBib bietet Popularity-Funktionen

Durch eine Analyse des Nutzungsverhaltens - ähnlich wie bei der Recommender-Funktion - werden Popularitäts-Funktionen ermöglicht.

So werden für jeden Katalog getrennte Top 20 Listen der am meisten aufgerufenen Titel angeboten. Ebenso ist eine Top 20 Liste der am meisten genutzten Kataloge (bezogen auf die Auswahl konkreter Titel) implementiert. Schliesslich lassen sich Treffermengen nach der Popularität der Titel sortieren. Damit können Nutzer direkt vom Nutzungsverhalten anderer Nutzer profitieren.

Neu OpenBib verwendet Wortwolken

Für jeden Katalog kann - soweit dort verschlagwortet wird - eine Übersicht der 200 am häufigsten vergebenen Schlagworte in der Form einer Wortwolke (engl. tag cloud) dargestellt werden. Je mehr Titel entsprechend verschlagwortet wurden, umso grösser wird das zugehörige Schlagwort dargestellt. Gleiches gilt für Notationen, Körperschaften und Personen.

Schlagwort-Wolke
Zoom (180KB)

Beispiel einer Schlagwort-Wolke

Neu OpenBib bietet Tagging durch Nutzer

Angemeldete Nutzer können nun alle in OpenBib gefundenen Titel 'taggen', d.h. mit einem eigenen Etikett (= Schlagwort/Tag) versehen. Diese Tags sind einzelne Worte, die mit Leerzeichen getrennt eingeben müssen. Zur Vereinheitlichung werden sie automatisch normiert - d.h. Umlaute werden aufgelöst, es wird Kleinschreibung verwendet und unerwünschte Zeichen werden eliminiert (erlaubt sind Alphanumerische Zeichen sowie +-_.). Unter dem Reiter 'Tags' erhält der Nutzer dann in 'Mein KUG' eine Übersicht aller von ihm verwendeten Tags in Form einer Wortwolke - je mehr Titel sie mit einem entsprechenden Tag versehen haben, desto grösser wird es dargestellt. Durch einen Klick auf einen Tag gelangt er zu einer Kurztitel-Liste aller Titel, die von ihm mit dem jeweiligen Tag versehen wurden.

Neben diesem individuellen Tagging bietet OpenBib als optionale Erweiterung auch das Social-Tagging an - hierzu muss lediglich eine Konfigurations-Option geändert werden. Alle von Nutzern vergebenen Tags werden dann in den jeweiligen Titeln auch für nicht authentifizierte Nutzer dargestellt - so erhalten auch sie Zugriff auf alle mit dem jeweiligen Tag verknüpften Titel.

Ein Tag-Editor rundet die Tagging-Funktionen in OpenBib (Version 2.1) ab. Über diesen können Nutzer ihre Tags umbenennen und nachträglich bequem bearbeiten.

Tagging
Zoom (118KB)

Tagging durch Nutzer

Neu OpenBib bietet Mashups mit der Wikipedia

In der Einzeltreffer-Anzeige werden Personen sowie ISBNs direkt in die Wikipedia verlinkt. Wenn ein Nutzer Informationen zu einer Person oder einem Verfasser benötigt, kann er direkt eine Recherche nach der ensprechenden Person in der Wikipedia starten. Ebenso lässt sich bei vorhandener ISBN der ISBN-Suchservice der Wikipedia nutzen. Damit stehen dem Nutzer automatisch verschiedene Verbundkataloge, Buchhändler, Antiquariate usw. zur Verfügung, bei denen er direkt nach dem aktuell ausgewählten Titel recherchieren kann, ohne sich mit der jeweiligen Suchoberfläche auseinandersetzen zu müssen.

Mashups Einzeltreffer
Zoom (123KB)

Einzeltrefferansicht mit RSS-Feeds, Mashups (Wikipedia und BibSonomy) und Suchbegriff-Highlighting

Neu OpenBib bietet Rezensionen und Bewertungen durch Nutzer

Angemeldete Nutzer könnnen in OpenBib Rezensionen zu einzelnen Titeln schreiben und Bewertungen zu diesen abgeben. Diese Rezensionen können wiederum durch andere angemeldete Nutzer in ihrer Nützlichkeit beurteilt werden.

Rezensionen durch Nutzer
Zoom (99KB)

Beispiel einer Rezension eines Titels

OpenBib bietet ein web-basiertes Administrationsinterface

Die Einrichtung einzelner Datenbanken, Zusammenfassung von Datenbanken in Views, die Konfiguration der RSS-Feeds sowie eine Beobachtung aktiver Sessions (Suchanfragen usw.) kann über ein web-basiertes Administrationsinterface erfolgen. Damit läßt sich auch eine große Anzahl an Katalogen unproblematisch konfigurieren.

Administrations-Interface
Zoom (181KB)

Die webbasierte Adminstration von OpenBib

OpenBib respektiert die Sicherheit seiner Nutzer

OpenBib ist auch ohne die Aktivierung der sicherheitskritischen Browser-Sprache JavaScript vollständig nutzbar. Ebenso verwendet es keine Cookies. Damit wird ein sicherheitsbewußter Nutzer nicht dazu gezwungen, für die Verwendung von OpenBib JavaScript in seinem Browser zu aktivieren.

Ebenso werden Nutzerdaten bei einer Authentifizierung in OpenBib an einem Bibliothekssystem nach Ende einer Session selbstverständlich wieder gelöscht.


Externer Link

Xapian Suchmaschine
Xapian ist eine OpenSource Suchmaschinen-Technologie, die in C++ implementiert ist und mit vielen Programmiersprachen - insbesondere Perl - angesprochen werden kann.